Das Lagerfeuer knistert noch – auf Facebook & an der Kaffeemaschine

Das Lagerfeuer knistert noch – auf Facebook & an der Kaffeemaschine

Wärmt es nicht mehr, das gute alte Fernsehen? Wohl nicht mehr. Verglüht scheint diese einst heißblütige Beziehung zum TV. Macht ja nix, es gibt ja Facebook, die Newsmacher und die Kaffeemaschine.

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Gegen Bilder sind Fakten oft machtlos

FotoEs ist verflixt schwer. Dutzende Bilder fluten Twitter und Facebook, etwa aus dem Gazastreifen. Schwer zu destillieren, was ist wahr, was ist falsch. Zu oft sitzt man Propaganda oder Desinformationen auf. Wenn sie auch noch die emotionalen Synapsen anfunken, bleiben Fakten auf der Strecke. Emotionen, knallen besser. „Gegen Bilder sind Fakten oft machtlos“ weiterlesen

Heimliches Experiment: Facebook manipuliert Gefühle der User

fb55Na, schlecht gelaunt? Das liegt womöglich an Facebook. Das Unternehmen spielt nämlich mit unseren Gefühlen. Manipuliert sie. Trickst, in dem es gezielt Sachen ausfiltert, die Wahrheit verzerrt, eine neue (Schein-)Welt schafft. Humbug? Nö. Facebook hat heimlich einen Psychologie-Versuch gestartet.

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Datenschutz adé? „Die letzte Schlacht um die Freiheit“

eyesBig Data ist anders. Es verrät all unsere privaten Daten, es gefährdet unsere Privatheit, unsere persönliche Autonomie, sagt mir der Grünen-Europapolitiker Jan Albrecht im Interview. Der Kampf um den Datenschutz sieht er als „letzte Schlacht um die Freiheit“. Warum sie in Zeiten der NSA am Smartphone beginnt.

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NSA-Enthüller: Du gibst Deine Freiheit für ein smartes Phone auf?

nsaSeltene Einblicke in ein dunkles Gewerbe: Der NSA-Enthüller Barton Gellman hat die Snowden-Dokumente gelesen. Und was der Journalist der Washington Post in einem ZDF-Interview darüber erzählt, lässt aufhorchen und aufschrecken. Vom dräuenden Ende der Privatsphäre.

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„Waffe“ Google Glass – wenn 1000 Augen dich angucken

„Waffe“ Google Glass – wenn 1000 Augen dich angucken

googleIch fands schon immer etwas seltsam. Da gehen erwachsene Leute durch die Gegend, Kopf und Körper nach vorn  gebeugt, fingern sie am Smartphone und taumeln wie Zombies durch die Gegend. Und manche brummeln auch noch irgendwas, aber niemand steht vor ihnen. Zombies halt! Und jetzt gesellen sich dazu womöglich noch die digitalen Brillen dazu namens Google Glass, der neuste Hit aus den USA – aber der lässt selbst die technikverrückten USA argwöhnisch werden. Eine neue Form der Überwachung?

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News? Ach komm! Let’s talk about the weather!

News? Ach komm! Let’s talk about the weather!

Also wirklich! Ich twittere mir einen Wolf, tippe mir die Finger wund, scanne gefühlt alles durch auf der Suche nach den News. Und was erregt die Aufmerksamkeit? Die steile These über Medien-Journalismus oder über Echtzeit-Eskalationsjournalismus? Das bärenstarke Hintergrund-Stück über die Krim-Krise, der Skandal um machtbesessene Politiker, die in Hinterzimmern miese Deals ausbrüten? Nein, weit gefehlt! Es ist das, worüber alle reden – das Wetter! Hätte ich mal auf die Engländer gehört. Let’s talk about the weather!

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Aber gut, heute hatte ich tatsächlich mal was cooles zu erzählen – vom meteorologischen Namensvetter! Ja, doch wirklich. Dass Thema spüren die Menschen sprichwörtlich auf der Haut. Fühlt sich gut an, macht behaglich, nicht immer diese schnöden, bleischweren Politikthemen, wen juckt den das? Lieber wohliges Wohlsein. Und wer sorgt dafür? Das Hoch namens „Kai“. Toller Namen. „Kai“ beschert uns sonnige, warme Tage, Sonne pur, und das an einem Wochenende. Ein Traum.

Und was für ein positives Echo in den sozialen Netzwerken auf einen Post. Da steht geschrieben: „Ein Hoch auf Hoch Kai“. Ach! „Kai, das machst du gut“. Ach, gern. „Bleib uns lange erhalten Kai“. Ach, jetzt hör aber auf! Einfach rührend. Toll. So was erwärmendes höre ich das ganze Jahr über nicht. Auch wenn ich damit herzlich wenig zu tun habe. Gelobt sei der Wettergott (und der Namenspate), dass ich nicht Kyrill heiße, der mal als Monstersturm wüst übers Land herzog. Da wollt schon einer mit dem Kollegen „Kyrill“ sprechen. Puh. Dann lieber Kai, ein Hoch auf ihn, ein Hoch für ihn. 12 Stunden pralle Sonne, made by me. Jetzt aber – raus zu Kai!

Ps.: Wo kommen bloß die Namen her? Da kann man Wetterpate werden: Wetterpate

Ps.: Wie wird bloß das Wetter? Immer gut, die ZDF-Wetterredaktion: das Wetter beim ZDF

Ps.: Wer macht da noch so oben rum außer Kai? Die Ilse und die Jutta:

Wetterkarte vom wetterparten

Twitter? Braucht kein Erdogan!

Twitter? Braucht kein Erdogan!

Abschalten! Es zermalmt Lebenszeit genauso wie Facebook und dieses andere moderne Hipsterzeug in diesem Internet. Es frisst Zeit so gierig wie Pac-Man! Es lenkt vom Leben ab. Überhaupt, soziale Netzwerke, Blender! Die streuen nur Gerüchte, verbreiten Lügen, schmeißen mit Dreck. Teufelszeug! Bäh! Muss man mit der Wurzel rausreißen, zerdrücken, verdammen – so ähnlich kläfft der machtbessene Erdogan. Der will dem armen Twittervögelchen nun an die Gurgel.

Twitter - verstummt

Teufelszeug? Höllenlärm? Verdamnis? Mal langsam. Der Einzige, der hier einen Höllenlärm veranstaltet, war ja der türkische Zensor. Der lässt eher gruseln, mit seinen undemokratischen Allüren. Im Wahlkampf setzt der türkische Ministerpräsident eher auf aggressive Vorwärtsverteidigung und schert sich einen Teufel um die gescheite Jugend. Lieber regt er sich über Twitter auf – statt sich von ihm anregen zu lassen. Was will er? Seine Ruhe vor diesem Medium, deren Nutzer ihn kritisch hinterfragen und dessen Nutzer ihn wohl auch nicht wählen. Also, verbieten! Wähler verbieten geht ja nicht.

Vielleicht macht ihn auch sein Tweetdeck kirre? Klar, die Tweets rauschen da bisweilen wie vom Teufel (oder vom Zensor?) gejagt durch die Spalten. Bei mir auch. Da werden die Augen trocken, man vergisst beinahe das Blinzeln. Have a Break, drück die Pausetaste – und dann geht es richtig ab, wenn man seelenruhig die Tweets verschlingt. Was sich da alles offenbart, wenn man – sehr logisch! – den Richtigen folgt. Ein Traum. Was da für kostbare Köstlichkeiten durchs Netz rasen – ein menschlicher Schatz an Wissen, Weisheit, Wahnsinn. Ein Spaß. Und mit Spaß an der Demokratie mitwirken – ein Glücklicher, wem das zuteil wird. Der eben auch die Zeit hat, sich in Themen wie ein Maulwurf einzuwühlen, auch wenn es – verflixt nochmal – Zeit frisst.

Twitter? Braucht vielleicht kein Mensch. Viel Gutes läuft auch im Fernsehen, steht auf Websites, in Zeitungen oder in Blogs geschrieben. Oder – noch verrückter – vielleicht hat der Freund auch was Neues zu erzählen. Twitter jedenfalls ist bei vielen im Alltag verankert, erst der Griff zum Smartphone, dann die Augen aufmachen und der erste, verträumte Blick geht auf den schrägen Vogel. Hab ich gehört. Also, meine Verfolgten servieren mir News, Infos, Kurzweil. Jetzt mal ganz zu schweigen von der politischen Sprengkraft der sozialen Netzwerke, die womöglich im Zeitalter der Informationen die unbändige Kraft haben, ganze Systeme in Windeseile wegzufegen.

Twitter, Facebook & Co.? Kann man mitmachen, muss man nicht. Braucht jedenfalls keinen vormodernen Erdogan.

Ps.: Gerade in der Türkei sind europaweit die meisten bei Twitter aktiv, hierzulande dümpeln die Zahlen im Keller.

Ps.: Netz mal wieder vom Landeszensor gesperrt? So kann man Netzsperren umschiffen.

Warum ich dem verführerischen First-Kiss-Video nicht verfallen durfte

Warum ich dem verführerischen First-Kiss-Video nicht verfallen durfte

So anrührend, so aufregend, so anregend. Geradezu verführerisch. Ich wollte es auch schon posten, dieses First-Kiss-Video, war nur einen Wimpernschlag davon entfernt, der Netzherde zu folgen – bis die Kollegin raunte: „Das ist doch viel zu clean“, zu durchdesignt.

Spielverderberin.

Nun gut, kurze Recherche, die Blogrebellen aus den Google-Untiefen ausgegraben & die haben die wahre Geschichte hinter dem YouTube-Klickhit ins Licht geschubst.

Also nicht gepostet auf unserem Facebook-Account, weil dicke Werbung, dennoch gut gemacht von

Ach ja, die Kollegin hatte übrigens ihr helle Freude an den knutschenden First-Kiss-Pärchen. Nur mal so.